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18. Internationale Kartellkonferenz in Berlin

Meldung vom: 16.03.2017

Das Bundeskartellamt veranstaltet heute und morgen in Berlin seine 18. Internationale Kartellkonferenz (IKK). Die Behörde hat die IKK im Jahr 1982 in Berlin, dem damaligen Sitz des Bundeskartellamtes, ins Leben gerufen. Seitdem führt die Konferenz alle zwei Jahre Vertreter von Wettbewerbsbehörden und andere Wettbewerbsexperten aus der ganzen Welt zusammen. Sie hat sich zu einer der renommiertesten internationalen Veranstaltungen der Wettbewerbspolitik entwickelt. Es werden diesmal über 350 Teilnehmer aus über 50 Ländern erwartet.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Die Globalisierung und Digitalisierung stellen die Wettbewerbsbehörden weltweit vor neue Herausforderungen. Sie machen einen intensiven Dialog zwischen den Behörden, aber auch mit den Unternehmen und der Politik notwendig. Die Internationale Kartellkonferenz ist für diesen Erfahrungs- und Wissensaustausch ein wichtiges Forum. Da die Digitalisierung zu großen Umwälzungen in den Marktprozessen führt und die Wettbewerbsbehörden weltweit vor neue Herausforderungen stellt, wird dieses Thema den Schwerpunkt der Konferenz bilden.“

Zur heutigen Konferenzeröffnung werden Frau Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Frau Margrethe Vestager, EU-Kommissarin für Wettbewerb, und Herr Dr. Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post AG, als Redner erwartet.

Am Nachmittag folgt ein Redebeitrag von Herrn Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, mit dem die Podiumsdiskussionen eingeleitet werden. In insgesamt vier Diskussionsrunden werden Leiter von Wettbewerbsbehörden, Kartelljuristen, Wissenschaftler, Politiker, Vertreter international tätiger Unternehmen sowie andere hochrangige Teilnehmer aktuelle Fragen des internationalen Kartellrechts beleuchten.

Die erste Podiumsdiskussion befasst sich mit dem Thema „Größe oder Wettbewerb – was ist der stärkere Motor für Innovation und Investitionen?“.

Die zweite Podiumsdiskussion betrachtet die Schwierigkeiten behördlicher Eingriffe in der schnelllebigen Internetökonomie und wirft beispielsweise die Fragen auf, ob die bisherigen Interventionen der Wettbewerbsbehörden überzeugen können und wie sie dynamische Effekte besser in ihre Analysen und Prognosen integrieren können.

Die dritte Podiumsdiskussion widmet sich dem Thema, ob die ökonomische Theorie und die Modelle zur Messung von Marktmacht auf die Besonderheiten der digitalen Wirtschaft ausreichend eingestellt sind.

Die vierte Podiumsdiskussion befasst sich mit den Instrumenten zur Aufdeckung von Kartellverstößen und thematisiert die Optionen für eine moderne Kartellverfolgung.

Nähere Informationen zum Programm und dem Ablauf der Konferenz finden Sie unter www.ikk2017.de.

Pressemitteilung (pdf)

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