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Bundeskartellamt gibt den Erwerb von Fenwal durch Fresenius frei

Meldung vom: 12.12.2012

Das Bundeskartellamt hat den beabsichtigten Erwerb der Fenwal Holdings Inc durch die Fresenius Kabi AG freigegeben. Die Unternehmen sind im Bereich der Bluttransfusionstechnologie tätig und stellen Produkte zur Durchführung von Blutspenden, der Blutfilterung und der Blutverarbeitung her.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts: „Auch wenn die beiden Unternehmen zusammen über hohe Marktanteile verfügen, konnte der Zusammenschluss freigegeben werden. Bei Berücksichtigung aller Marktgegebenheiten ist nicht mit der Entstehung einer marktbeherrschenden Stellung zu rechnen.“

In intensiven Ermittlungen hat das Bundeskartellamt die Marktverhältnisse untersucht. Sämtliche in Deutschland tätige Hersteller von Systemen für das sog. Vollblutverfahren und die wichtigsten Nachfrager sind befragt worden. Ferner wurden evtl. Ausweichmöglichkeiten der Nachfrager umfassend ermittelt. Im Ergebnis kann trotz der hohen Marktanteile der beiden Unternehmen von über 33% nicht auf die Entstehung einer marktbeherrschenden Stellung geschlossen werden. Den am Zusammenschluss beteiligten Unternehmen stehen zum Teil sehr große Nachfrager (vor allem das Deutsche Rote Kreuz) gegenüber, die die Blutbeutelsysteme mittels Ausschreibungen beschaffen und in der Regel durch mehrere Hersteller beliefert werden. Im In- und Ausland können die Nachfrager auf eine ausreichende Anzahl von Herstellern ausweichen. Nach den Ermittlungen des Bundeskartellamts ist auch ein starker Preiswettbewerb zu beobachten.

Das Zusammenschlussvorhaben ist bereits von den Wettbewerbsbehörden in Österreich, Norwegen, Brasilien, in den USA und in der Türkei freigegeben worden.

Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

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