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Bestpreisklausel von HRS verstößt gegen Kartellrecht – Verfahren gegen weitere Hotelportale eingeleitet

Meldung vom: 20.12.2013

Das Bundeskartellamt hat die weitere Durchführung der Bestpreisklausel von HRS untersagt. Zudem wurden Verfahren wegen vergleichbarer Bestpreisklauseln in Hotelverträgen gegen die Hotelportale Booking und Expedia eingeleitet.

HRSkebox/Fotalia.com)

Das Bundeskartellamt hat die weitere Durchführung der Bestpreisklausel von HRS untersagt und dem Unternehmen aufgegeben, die Klausel bis zum 1. März 2014 aus den Verträgen und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu entfernen, soweit sie Hotels in Deutschland betreffen.

Bestpreisklauseln bei Buchungsportalen im Internet sind nur auf den ersten Blick vorteilhaft für den Verbraucher. Letztlich verhindern die Klauseln, dass an anderer Stelle niedrigere Hotelpreise angeboten werden können. Damit beeinträchtigen Bestpreisklauseln den Wettbewerb zwischen bestehenden Portalen. Zudem wird der Marktzutritt neuer Plattformanbieter erheblich erschwert, weil diese aufgrund der Bestpreisklausel Hotelzimmer nicht günstiger anbieten können. Aus diesen Gründen wurden jetzt auch Verfahren wegen vergleichbarer Bestpreisklauseln in Hotelverträgen gegen die Hotelportale Booking und Expedia eingeleitet.

Siehe hierzu folgende Pressemitteilungen:

Bestpreisklausel des Hotelportals HRS verstößt gegen das Kartellrecht – Verfahren gegen weitere Hotelportale eingeleitet (20.12.2013)
Bundeskartellamt bewertet Bestpreisklausel des Hotelportals HRS immer noch kritisch (25.7.2013)
Bundeskartellamt untersucht Best-Preis-Klausel bei HRS (10.02.2012)

Die Wirkung von Bestpreisklauseln auf Internetportalen war zudem ein Thema der Tagung des Arbeitskreises Kartellrecht am 10. Oktober 2013 in Bonn. Das Arbeitspapier zu der Tagung sowie die Vorträge der Teilnehmer können hier abgerufen werden.