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Monitoringbericht 2017 der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamtes

Meldung vom: 20.11.2017

Die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt haben heute ihren gemeinsamen jährlichen Monitoringbericht über die Entwicklungen auf den deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkten veröffentlicht.

Titelblatt des Energie-Monitoringberichts 2017 Monitoringbericht 2017

Homann: „Erdgaskraftwerke erzeugten 2016 deutlich mehr Strom“

Mundt: „Der Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten entwickelt sich weiterhin positiv.“

Die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt haben heute ihren gemeinsamen jährlichen Monitoringbericht über die Entwicklungen auf den deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkten veröffentlicht.

Stromerzeugung im Wandel

„Das Jahr 2016 zeigt erneut, dass die Stromerzeugung in Deutschland ständigen Veränderungen unterliegt“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „2016 war ein windarmes Jahr, deswegen stieg die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien nur leicht an. Dagegen wurde erstmals seit Jahren wieder mehr Strom aus Erdgas produziert – die Menge stieg um rund 37 Prozent“, führt Homann weiter aus.

Die in Deutschland installierte Erzeugungskapazität stieg auf 212 GW an (2015: 205 GW, 2014: 196 GW), wovon 104,5 GW den erneuerbaren Energieträgern zuzuordnen sind. Die neu eingeführten Ausschreibungen für den Zubau erneuerbarer Kapazitäten werden in Zukunft die Kapazitätsentwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien determinieren. Insgesamt wurden bislang 13 Ausschreibungsrunden durchgeführt. Alle Ausschreibungen weisen einen erheblichen Kostensenkungstrend auf. Entscheidend wird sein, wie viele der bezuschlagten Anlagen auch tatsächlich realisiert werden. Die ersten Erfahrungen sind positiv: In den ersten beiden PV-Ausschreibungsrunden aus dem Jahr 2015 konnten hohe Realisierungsquoten von über 90 Prozent verbucht werden.

Mehr Wettbewerb für Verbraucher

Wie bei der Stromerzeugung gestaltet sich auch die wettbewerbliche Entwicklung auf den Einzelhandelsmärkten weiterhin sehr positiv.

„Der gemeinsame Marktanteil der vier absatzstärksten Anbieter ist gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken, und es kann davon ausgegangen werden, dass auf den bundesweiten Einzelhandelsmärkten für Standardlastkunden und für leistungsgemessene Kunden kein Anbieter mehr marktbeherrschend ist“, so Andreas Mundt.

Auch auf den Einzelhandelsmärkten für Strom werden weitere Veränderungen beobachtet. „Die Zahl der Haushaltskunden, die ihren Stromlieferanten gewechselt haben, ist erneut stark gestiegen. Mit 4,6 Mio. Lieferantenwechseln verzeichnen wir einen neuen Höchstwert“, so Homann. „Auch die Anbieterzahl und somit der Wettbewerb auf dem Markt haben sich abermals erhöht.“

Der Wettbewerb wirkt sich insbesondere auf die Haushaltskundenpreise positiv aus, die weitestgehend stabil geblieben sind. Der Durchschnittspreis für Haushaltkunden lag zum 1. April 2017 bei 29,86 ct/kWh und damit um 0,2 Prozent über dem Vorjahreswert von 29,80 ct/kWh. Es wird erwartet, dass sich durch das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG) ab 2018 auch bei dem Preisbestandteil Netzentgelte Kostendämpfungen einstellen. Für Gewerbekunden betrug der Preis zum 1. April 2017 durchschnittlich 21,70 ct/kWh gegenüber 21,20 ct/kWh im Vorjahr, für Industriekunden 14,90 ct/kWh gegenüber 14,21 ct/kWh im Vorjahr. Diese Preiserhöhungen sind auf die nicht von den Lieferanten beeinflussbaren Preisbestandteile zurückzuführen.

Den aktuellen Bericht sowie weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite.

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