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Medienwirtschaft

Die Medienwirtschaft umfasst alle Unternehmen, die mit der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von medialen Inhalten zu Informations- und Unterhaltungszwecken beschäftigt sind.

Die Branche ist gekennzeichnet durch einige große Unternehmensgruppen, die mehrere Wertschöpfungsstufen verschiedener Mediengattungen integriert anbieten, sowie zahlreiche kleine und mittelständische Anbieter mit einer Spezialisierung auf einzelne Dienstleistungen oder Themen. Die wichtigsten Bereiche der Medienindustrie sind Printmedien, audiovisuelle Medien und Onlinemedien. Als Wirtschaftszweig wird die Medienbranche im Allgemeinen zur Kultur- und Unterhaltungsindustrie gezählt.

Werbefinanzierung im Medienbereich

Innerhalb der einzelnen Mediengattungen ist Werbung ein wichtiger Umsatzfaktor. Eine Vielzahl der Geschäftsmodelle basiert ganz oder teilweise auf der Beimischung von Werbebotschaften. Die privaten deutschen Radio- und Fernsehangebote sind insbesondere durch Werbefinanzierung geprägt. Bis auf wenige Ausnahmen werden den Zuschauern Inhalte kostenfrei zur Verfügung gestellt und durch klassische Unterbrecherwerbung finanziert. Presseobjekte werden in der Regel je zur Hälfte mit Werbung und Verkaufsentgelten finanziert. Die Medienwirtschaft ist daher eng mit dem Werbemarkt verknüpft.

2012 betrugen die Einnahmen im deutschen Fernsehmarkt rund 13 Milliarden Euro. Beim Nettowerbeumsatz nach Medien führte im Jahr 2012 in Deutschland der Bereich Fernsehwerbung mit einem Jahresumsatz von insgesamt rund 4 Milliarden Euro. Dahinter folgten Tageszeitungen mit etwa 3,2 Milliarden und Publikumszeitschriften mit knapp 1,2 Milliarden Euro.

Was kontrolliert das Bundeskartellamt?

Das Bundeskartellamt schützt den Wettbewerb auf allen Wertschöpfungsstufen des Mediensektors. Durch die Fusionskontrolle im Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt trägt die Arbeit des Amtes damit zur Pressevielfalt in Deutschland bei. Ebenso werden Zusammenschlüsse bei audiovisuellen Medien durch das Bundeskartellamt auf ihre Vereinbarkeit mit dem Kartellrecht geprüft. Dadurch werden einerseits der Ideenwettbewerb zwischen den Anbietern von Massenmedien und andererseits der ökonomische Wettbewerb auf dem Werbemarkt aufrecht erhalten.

In einem zunehmenden Maße betrachtet das Bundeskartellamt auch Online-Angebote wie Videoplattformen und Nachrichtenseiten. Der Online-Markt befindet sich derzeit in einer dynamischen Wachstumsphase, die sich teilweise auf traditionelle Märkte auswirkt. Die Aufgabe des Bundeskartellamtes liegt hier darin, die in dieser Dynamik liegenden Wettbewerbschancen zu schützen und eine Übertragung von alten Strukturen auf die neue Welt zu verhindern.

Publikationen

Zentralvermarktung von Medienrechten der Fußball-Bundesliga (2012)
Fallbericht
Entscheidung

Untersagung einer gemeinsamen Videoplattform (Amazonas) von RTL und ProSiebenSat.1 (2011)
Fallbericht
Entscheidung

Freigabe des Erwerbs von Barsortiment Könemann durch Libri (2012)
Fallbericht

Kauf der „Frankfurter Rundschau“ durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (2013)
Fallbericht

Siehe auch folgende Pressemitteilungen:

Freigabe in der Fusionskontrolle - Sky kann sich an Sport1 beteiligen (12.2.2014)
Springer darf N24 übernehmen (7.2.2014)

Weitere Pressemitteilungen sind hier abrufbar.